Instrumente im Tourismus-Marketing

Im Tourismus-Marketing gibt es verschiedene Instrumente, die zur Erreichung unterschiedlicher Marketingziele eingesetzt werden können. In diesem Abschnitt werden einige ausgewählte Instrumente näher betrachtet.

Printmedien im Tourismus-Marketing

Ein Instrument im Tourismus-Marketing sind die Printmedien und Plakate. Zu Printmedien werden Anzeigen in Magazinen und Fachmedien. Sowie Flyer und Handzettel zu ausgewählten Angeboten und Destinationen gezählt. Mit den jeweiligen Formaten werden von den touristischen Unternehmen verschiedene Marketingziele fokussiert und verfolgt. Magazine und Zeitschriften bieten in der Regel eine Übersicht aller relevanten Daten zu Leserzielgruppen und Interessensgebieten. Mit diesen Mediadaten wird es möglich, die Anzeigen Zielgruppenorientiert zu gestalten und bestmöglich in den Magazinen und Zeitschriften zu platzieren.

Es kann zwischen redaktionellen Anzeigen und reinen Werbebotschaften unterschieden werden. Bei redaktionellen Anzeigen kann in eine Art Reisebericht über eine Destination oder ein Hotelangebot berichtet werden. Auch möglich sind Berichte über eine bestimmte Region mit Hinweise auf passende touristische Angebote. Die reinen Werbebotschaften sind zumeist durch große, hochauflösende Bilder zu erkennen, die den Leserinnen und Lesern einen Eindruck vermitteln, was diese bei einer Buchung der Leistung erwarten kann. Zudem sind diese Anzeigen zumeist mit einer stichpunktartigen Auflistung der Leistungen sowie einem Preis aufbereitet.

Kataloge im Tourismus-Marketing

Im Bereich des Tourismus-Marketing spielen Reisekataloge und Prospekte nach wie vor eine sehr große Rolle. Einer Erhebung von junge-reiseprofis.de lieferte der Veranstalter Alltours im Jahr 2015 insgesamt 13 verschiedene Reisekataloge mit gesamt mehr als 2.000 Seiten aus. Im Vergleich zu dem Jahr 2000 waren es gesamt noch 1.400 Seiten und im Jahr 1990 nur 600 Seiten.

Die Prospekte und Kataloge sind ein wesentlicher Bestandteil des Marketingmix im Tourismus und bieten den Konsumentinnen und Konsumenten sowohl zahlreiche Anregungen zur weiteren Recherche in anderen Medien als auch eine Entscheidungshilfe mittels Übersichtstabellen und Vergleichen von touristischen Dienstleistungen. Die Konsumentinnen und Konsumenten können sich zumeist die Kataloge und Prospekte von den einzelnen Reiseveranstaltern direkt anfordern und nach Hause schicken lassen oder in einem Reisebüro danach fragen.

Unterschied Kataloge und Prospekte

Die Unterscheidung zwischen Katalogen und Prospekten liegt dabei in der Aufmachung der einzelnen Printerzeugnissen. Ein Katalog bietet einen Überblick über die angebotenen touristischen Leistungen mit kurzen Zusammenfassungen und zumeist stichpunktartigen Aufzählungen von Zusatzleistungen oder Alleinstellungsmerkmalen. Zudem werden in Katalogen die verschiedenen Preisgestaltungen in Form von Tabellen in Abhängigkeit von Saison und Belegung der Leistung dargestellt. In Prospekten hingegen werden ausgewählte Leistungen dargestellt und mit ausführlichen Bildmaterialien und Grafiken in einer hochwertigen Form präsentiert. Preise werden dabei nicht direkt im Prospekt angeführt, sondern in der Regel über eine Prospektbeilage hinzugefügt oder auf Anfrage beigelegt.

Die Ausgaben für Kataloge und Kundenmagazine beliefen sich im Jahr 2016 auf rund 23 Millionen Euro, zu je 11 Millionen Euro für Kataloge und 12 Millionen Euro für Kundenmagazine.

Rundfunk im Tourismus-Marketing

Instrumente im Tourismus-Marketing. Einsatz von TV Werbung und gesponsorten TV-Beiträgen

Im Rundfunk wird eine Separation zwischen Radio und Fernsehen getroffen. Der wesentliche Unterschied liegt dabei in der Gestaltung der Medien. Im Fernsehen geht es darum, Emotionen durch Bilder bei den Konsumentinnen und Konsumenten hervorzurufen. Dies kann, muss allerdings nicht durch einen gesprochenen Text unterstützt werden, wohingegen beim Radio die Emotion durch Stimmen und Geräusche ausgelöst werden.

Im Jahr 2016 wurden von touristischen Leistungsträgern in Österreich 33 Millionen Euro für Radio und Fernsehwerbung ausgegeben. Dabei fällt auf, dass knapp zweidrittel, also 21 Millionen Euro für Radio-Spots ausgegeben worden sind. Hingegen fallen 12 Millionen Euro für Fernsehwerbung und Sponsoring im Fernsehen ab.

Zum Erfolg der TV und Radiowerbung tragen die zahlreichen Fernseh- und Radiosender bei, die mit ihren umfangreichen Formaten, Sendungen und Shows jeweils getrennte Zielgruppen ansprechen und so eine ideale Platzierung von touristischen Produkten und Dienstleistungen bieten.

Hier wird es für die Werbetreibenden in Tourismus möglich, zu gezielten Sendungen, Serien oder Shows eine dementsprechende Werbung bereitzustellen, die zum Beispiel in der Werbepause einer Afrikadokumentation ein Hotel oder eine Rundreise durch Afrika präsentiert.

Literatur zum Thema

Grundlagen Verkehr Im Tourismus von Axel Schulz
Marketing in Tourismus und Freizeit von Rainer Hartmann